ADHS - homöopathische Falldokumentation

Autorin: Renate Schmid

Heilpraktikerin/Klassische Homöopathie
Frühlingstr. 29, 82178 Puchheim
Tel. 089/8003042

www.homoeopathie-schmid.de

 

 

 

ADHS - Träumerlein

 

 

Dennis*,  10 Jahre

wurde mir im September 2003 von seiner Mutter erneut vorgestellt. In den letzten beiden Jahren wurde Dennis wegen wiederholt auftretenden Warzen und Bettnässen  behandelt.

 

Die Mutter berichtet:  „Dennis hat viel Stress in der Schule, er ist sehr unkonzentriert, aber es betrifft fast die ganze Klasse. Er gibt sich Mühe, aber er braucht ewig für seine Hausaufgaben. Er träumt, kann seine Gedanken nicht zusammen halten, oftmals verdreht er die  Buchstaben, oder lässt manche Buchstaben ganz weg.  Spricht man ihn darauf an, wird er ärgerlich, er provoziert dann seine Mutter und seine Schwester. Das Bettnässen ist durch die Homöopathie deutlich weniger geworden (2x im halben Jahr) Das Problem ist nun die Konzentration. Die Warzen kamen nicht mehr wieder. Gegen Ende des letzten Schuljahres wurde er sehr zappelig, besonders nachdem er zuviel Schokolade (starkes Verlagen auf Süßigkeiten)  auf einmal  gegessen hat. Mal ist er einsichtig, mal wird er aggressiv. Fremden gegenüber ist er sehr zurückhaltend, Entscheidungen fallen ihm oftmals nicht leicht“. 

 

Arzneimittel:  Lyc. M, Einmalgabe

 

2 Monate später: seine Schrift ist ordentlicher geworden, er hat noch Probleme wenn er  vor der ganzen Klasse vorlesen muss, oftmals macht er noch Leichtsinnsfehler, die Hausaufgaben erledigt er aber inzwischen schneller. Ganz gut geht es, wenn ihm das Thema Spass macht. Ab und zu wird es ihm langweilig, die Zappeligkeit ist weg. Er hat nicht mehr eingenässt.

 

8 Monate nach Arzneimittel: in letzter Zeit nässte er wieder vermehr ein, nach geistiger Überanstrengung bekommt er leicht Kopfschmerzen, auch zu wenig Schlaf bekommt ihm nicht. In der Schule hat er sich stark verbessert, auch sein Arbeitsverhalten, besonders bei den Hausaufgaben, ist zufrieden stellen. Im Zeugnis steht, er sei ein höflicher, ruhiger Schüler. Nur von der Ausdauer könnte es besser sein!

 

Arzneimittelwiederholung:  Lyc. M, Einmalgabe

 

5 Monate später: die Kopfschmerzen sind ganz verschwunden, das restliche Schuljahr war gut, er hat die Aufnahmeprüfung für eine höhere Schule bestanden. Nun hat er Angst, in die neue Schule zu gehen, regt sich auf darüber, weint, besonders abends, schläft deshalb schlecht ein. Wenn er sich aufregt, bekommt er Nasenbluten

 

Arzneimittelverordnung: Lyc. XM, Einmalgabe

 

1 Monat später:  er sagt er wüsste nicht, was mit ihm los war. Ein paar Tage nach der letzten Arzneimitteleinnahme war alles in Ordnung, kein Nasenbluten mehr, Schulangst deutlich besser, bis ganz vorbei. Seine Leistungen sind sehr gut geworden, Er erledigt Dinge selbständig, sein Schriftbild ist gut geblieben.

 

Zwei Jahre später (2006): das Arzneimittel wurde in größeren Abständen noch mehrmals akut in niedriger Potenz verabreicht (Erkältungen, emotionale Belastung usw.). Weitere Arzneimittel waren seither nicht notwenig.

 

Wichtig:

Eine homöopathische Behandlung (vor allem mit Verabreichung von Hochpotenzen) sollte ausschließlich durch gut ausgebildete,  homöopathische Therapeuten erfolgen. Vor Selbstbehandlung wird eindringlich gewarnt!