Samuel Hahnemann Gedenkmünze, bronze
Samuel Hahnemann -
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INFOS zu AUTISMUS, ASPERGER-Syndrom und
weitere Erkrankungen aus dem Autismus-Spektrum


hier finden Sie aktuelle Aufsätze, Informationen, Artikel und Fundstellen rund um die Themen ADHS, Autismus, Asperger-Syndrom und Erkrankungen aus dem Autismus-Spektrum

Fragebogen zur Vorbereitung einer homöopathischen Behandlung

Bei über 65% der Kinder aus dem Autismus-Spektrum wird anfangs ADHS diagnostiziert.

"Hauptmerkmale des Asperger-Syndroms:
„Fremder in einer fremden Welt“ mit hochentwickelter Intelligenz, aber Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit eines außerirdischen Krabbelkindes. Die Welt ist unerklärlich, sie interpretieren Mimik, Gestik oder soziale Signale ständig fehl. Sie sind nicht in der Lage, die feinen Nuancen der Kommunikation wahrzunehmen, die so wesentlich sind, um Humor, Sarkasmus, Verärgerung oder Sympathie auszudrücken. Die Umgebung rauft sich die Haare bezüglich ihrer Entscheidungen, die ihnen selbst völlig vernünftig erscheinen. AS-Menschen sind anders vernetzt als neurotypische Gleichaltrige. Beziehungen zwischen neurotypischen Menschen und AS-Menschen sind mühselig und verwirrend. Sie reden aneinander vorbei, verstehen die Gedankengänge des anderen nicht und haben diametrale Ansichten über das Leben und die Welt. Kein Fall gleicht dem anderen, nicht einmal innerhalb einer Familie"
(Quelle: Das verschlossene Kind, Narayana-Verlag)
asperger bei wikipedia

Zusammenfassung der Hauptcharakteristika bei einer Autismus-Spektrum-Störung (autismus bei wikipedia)

Weiter aus dem Buch: "Das verschlossene Kind", Narayana-Verlag:

Blind für soziale Konventionen (große Anstrengung Gesichtsausdrücke oder Körpersprache anderer lesen zu können).

Kommunikationsprobleme (Wortschatz meist von Gleichaltrigen überlegen, aber der korrekte Gebrauche von Sprache in einer spontanen Unterhaltung oder angemessene Kommunikation innerhalb eines bestimmten sozialen Kontextes sind  oft problematisch). Konversation ist typischerweise einseitig, eher Monolog als Dialog, sie kreist oft um ein einziges, sich niemals erschöpfendes und ständig wiederholendes Thema.

Scheinbarer Mangel an Empathie (sie werden oft für hochmütig gehalten, oder hölzern bis linkisch).

Minimaler Augenkontakt (Unbehaglichkeit bis Panik, wenn sie anderen Aug in Aug  begegnen müssen, die Konzentrationsfähigkeit bricht zusammen, wenn sie sich bemühen, die verbale Information richtig zu verstehen und gleichzeitig Augenkontakt zu halten)

Eingeschränkte Interessensgebiete (exzessive Beschäftigung mit Außenseiterthemen mit enzyklopädischem Wissen über ihr Lieblingsthema)

Bedürfnis nach Struktur und Routine, um den Eindruck zu vermitteln, dass es eine gewisse Kontrolle über sein Leben hat. Einschneidende Veränderungen verschlechtern, wie z.B. Umzug, Familienzuwachs, Schulwechsel usw. Wiederholung und Routine können Angst reduzieren, beruhigen und angenehm wirken. Die einfache Forderung, jetzt endlich mal den „König der Löwen“ auszuschalten, den das Kind bereits zum 34. Mal gesehen hat, kann schnell in eine explosive Szene ausarten. Die Kinder reagieren auch extrem, wenn jemand festgesetzte Regeln verletzt.

Anpassungsschwierigkeiten
Sie sind nicht wirklich in der Lage Freundschaften zu schließen, kommen in einer Gruppe sehr schnell in eine Außenseiterposition weil sie seltsam und unbeholfen wirken, haben oftmals eine tollpatischige Körpersprache, reduzierte Mimik oder Gestik, oder ein sonderbares Starren, Versuche, soziale Kontakte herzustellen sind oft erfolglos, da schnell umständliche Tiraden über die „Spezialthemen“ losgehen.

Fehlerquelle: „wörtliches“ Sprachverständnis
Verfügen weder über Taktgefühl noch über die Raffinesse der gesellschaftlich akzeptierten „Notlügen“ um verletzte Gefühle zu vermeiden, sie wirken schnell plump. Sie deuten die Welt wörtlich und konkret und nicht metaphorisch oder abstrakt. Sie sehen oft keine Graustufen, sondern oft nur schwarz/weiß. Redewendungen „wie den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen“ werden nicht verstanden
.

Wunderliche Verhaltensweisen
z.B. Zupfen, Stupsen, mit den Armen fuchteln, mit den Fingern schnipsen, auf Zehenspitzen laufen, Gegenstände nur von der Seite ansehen, sich im Kreis drehen, sind oft ein Hindernis, für die Integration in eine Gruppe.

Schwierigkeiten beim Sport
Bewegungen sind oft tollpatschig, weder Interesse noch Talent für Sport oder Wettkämpfe, grob- und feinmotorische Fähigkeiten sind begrenzt, Bälle werfen, schießen oder fangen kann schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein.

Hochentwickelte Lesefertigkeit (Hyperlexie = große Kluft zwischen der Fähigkeit Wörter zu lesen und deren Bedeutung im Kontext sinnvoll zu interpretieren).

Körperliche Hypersensibilität (auch Hypo-)
Oft Überempfindlich auf die unterschiedlichsten Reize, wie Berührungen, Gewebetextur. Druck, Licht, Geruch, Geschmack usw.. Polizeisirenen, Schulglocke, Verkehrslärm, Schreien und Kreischen oder auch nur das  Summen fluoreszierenden Lichts kann von einfach nervig bis schmerzhaft empfunden werden und extreme Reaktionen hervorrufen.
Aber auch das Gegenteil ist möglich, einige AS-Menschen haben auch eine verminderte Reizsensibilität oder auch fehlende Reizwahrnehmung und bleiben ungerührt von Sinnneseindrücken, welche die  meisten NT-Menschen als übermäßig empfinden würden.
Ein AS-Kind kann also sowohl hyper- als auch hyposensibel sein. Sie können es vielleicht nicht ertragen, Socken oder enge Kleidung zu tragen, während sie sich andererseits im widerlichsten Gestank pudelwohl fühlen, weil sie ihn gar nicht wahrnehmen.  Das Gleiche gilt für extreme Temperaturunterschiede. Aufgrund der unterschiedlichen Reizwahrnehmung werden AS-Kinder z.B. in Bezug auf Essen, Trinken, Kleidung, ihre Umgebung, Dinge oder Mitmenschen oft als wählerisch oder pingelig beschrieben. Manche Kinder essen z.B. nur Lebensmittel einer speziellen Kategorie, etwa nur weißes Essen, weiches Essen, oder knuspriges Essen, oder trockenes Essen. Andere lehnen es ab, vermischtes Essen oder schleimiges Essen zu sich zu nehmen usw.

Versagensängste und geringes Selbstwertgefühl
Negatives Feedback ist für ein Kind, das sich selbst als Bewohner einer unverständlichen Welt sieht, besonders schmerzvoll. Die Fähigkeit Neues zu lernen, das Gelernte zu verallgemeinern, sich an neue und veränderliche Situationen anzupassen und aus seinen Fehlern zu lernen, ist oft entscheidend für den Erfolg im gesellschaftlichen leben oder im Schulalltag. Wegen ihrer geistigen Unbeweglichkeit werden AS-Kinder immer wieder scheitern. Die Unfähigkeit, sich anzupassen und flexibel zu reagieren, ist oft der Auslöser für fortwährende Kritik.

Selbststimulation
Um in einer unberechenbaren und chaotischen Welt klarzukommen, versuchen ASS-Kinder manchmal, sich mit monotonen und zwanghaften Täätigkeiten zu beruhigen. Sie wedeln z.B. mit den Händen, lassen Sachen durch die Luft wirbeln oder zählen = selbststimulierendes Verhalten – abhängig vom Stresspegel.

OCD-Zwangsstörung
Bei der Zwangsstörung OCD kann es sich ebenfalls um monotones oder ritualisiertes Verhalten handeln, z.B. um zwanghaftes Händewaschen, allerdings nicht im Sinne einer Selbststimulation. Zwangsstörung bei wikipedia

Quelle: Das verschlossene Kind, Die homöopathische Behandlung von Autismus, Asperger Syndrom und hochbegabten Kindern, Narayana-Verlag, ISBN 3-921383-73-0
Die Rezension zu diesem Buch finden Sie hier: Autismus/Asperger

 
  • www.feingold.org
    Webite über das Feingold-Programm, eine diätetische Methode in der Behandlung von ASS, bei der unter anderem Lebensmittelfarben, Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksstoffe und Salicylate eliminiert werden.
 
  • www.scdiet.de
    Website zur speziellen Kohlenhydratdiät nach Elaine Gottschall
   
Glossar

"ADHS - Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, Störung bei der Symptome wie Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsprobleme und/oder Impulsivität aufeinander treffen
ADS = Aufmerkamkeitsdefizitstörung Synonym zu ADHS
AS siehe Asperger-Syndrom
Asperger-Syndrom (AS) - neurologische Störung, die sich u.a. in der sozialen Interaktion und der Kommunikation zeigt, begleitet von eingeschränkten, stereotypen und monotonen Verhaltensmustern, Interessen und Handlungen
ASS = Autismus-Spektrum-Störung - umfasst die verschiedensten autistischen Störungen, vom Autismus mit relativ niedrigem Funktionsniveau bis zum Autismus mit relativ hohem Funktionsniveau
Autismus - das Sichzurückziehen in die eigene Erlebnis- und Gedankenwelt bei Unfähigkeit zur Kontaktaufnahme mit der Außenwelt
Dyskalkulie - Rechenschwäche
Dyslexie - oder Legasthenie - Lese/Rechtschreibschwäche
Echolalie - Wiederholen oder Nachplappern von Wörtern und Sätzen, meist ohne oder mit nur geringem Verständnis
Entwicklungsverzögerung - geisitige oder körperliche Verzögerungen bezüglich Entwicklung und Reife, aufgrund angeborener oder erworbener Anomalien; früher mentale Retardation genannt
Hyperlexie - erhöhte und oft frühreife Lese- und Schreibfertigkeit ohne Verständnis
Legasthenie - Lese/-Rechtschreibschwäche
Lernbehinderung - Sammelbegriff für Störungen, die charakterisiert sind durch signifikante Schwierigkeiten in Rechtschreibung, Lesen und Schreiben, im logischen Danken und in den mathematischen Fähigkeiten
Neuroleptika - andere Bezeichnung für Antipsychotika; psychiatrische Medikamente, die in der Behandlung von Gedankenstörungen eingesetzt werden, zum Beispiel bei Schizophrenie
Neurotransmitter - chemische Botenstoffe, zum Beispiel Serotonin und Dopamin, die Nervenimpulse im Gehirn und im Nervensystem weiterleiten und Einfluss auf das Denken, das Verhalten und sensorische und motorische Funktionen haben
Phobie - logisch nicht zu begründende, unverhältnismäßige und ständige Angst vor einer Sache
Serotonin - Neurotransmitter im Gehirn, der Einfluss auf Stimmung, Schlaf und Verhalten hat
Similimum - das eine homöopathische Mittel, das die Symptome des Patienten am besten abdeckt und die beste Wirkung erzielt
SSRI - Serotoninwiederaufnahme-Hemmer, antidepressive Medikamente, die den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen
Stimulantien - verschreibungspflichtige oder frei zugängliche Substanzen, welche die Aufmerksamkeit und Wachheit erhöhen
Thiomersal - quecksilberhaltiger Konservierungsstoff, der in manchen Impfstoffen eingesetzt wird
Tic-Störung - Verhaltensweise, charakterisiert durch Zwinkern, Zuckungen und andere zwanghafte oder unkontrollierbare Handlungen
Tiefgreifende Entwicklungstörung - bezieht sich auf eine Gruppe von Störungen, darunter autistische Störung, Asperger-Syndrom, Rett-Syndrom, fragiles X-Syndrom und kindliche Entwicklungsstörungen
Tourette-Syndrom (TS) - Ein spezieller Typ von Tic-Störung mit Zuckungen, Räuspern, Fluchen und anderen unkontrollierbaren Nervensystem-Verhaltensweisen"
(Quelle: "Das verschlossene Kind, Narayana-Verlag)

   
Therapeutenverzeichnis
qualifizierter Homöopathinnen und Homöopathen
 

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus?

 

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